{"id":58179,"date":"2023-09-05T21:40:42","date_gmt":"2023-09-05T12:40:42","guid":{"rendered":"https:\/\/monolith.law\/de\/?p=58179"},"modified":"2024-04-13T15:49:41","modified_gmt":"2024-04-13T06:49:41","slug":"onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/monolith.law\/de\/it\/onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation","title":{"rendered":"Netzshop-Management und Recht &#8211; Japanisches &#8216;Preisauszeichnungsgesetz&#8217; &amp; &#8216;Elektronisches Vertragsgesetz&#8217;"},"content":{"rendered":"\n<p>Online-Shopping ist mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Nicht nur der Kauf, sondern auch die Er\u00f6ffnung eines eigenen Online-Shops ist f\u00fcr jeden problemlos m\u00f6glich. Allerdings sind beim Betrieb eines Online-Shops verschiedene Gesetze zu beachten. Wenn die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben und die Gestaltung der Website nicht eingehalten werden, besteht die M\u00f6glichkeit, dass dies als illegal eingestuft wird. Aber welche Gesetze k\u00f6nnten konkret problematisch sein? In diesem Artikel werden wir das japanische &#8220;Gesetz \u00fcber die Anzeige von Preisen&#8221; und das &#8220;Gesetz \u00fcber elektronische Vertr\u00e4ge&#8221; erl\u00e4utern. Bitte beachten Sie auch unsere Erl\u00e4uterungen zum japanischen &#8220;Gesetz \u00fcber bestimmte Handelsgesch\u00e4fte&#8221; und zum &#8220;Gesetz zur Verhinderung unlauteren Wettbewerbs&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/monolith.law\/corporate\/onlineshop-act-on-specified-commercial-transactions\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/monolith.law\/corporate\/onlineshop-act-on-specified-commercial-transactions[ja]<\/a><\/p>\n\n\n\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_53 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-grey ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/monolith.law\/de\/it\/onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation\/#Gesetze_die_alle_Aspekte_von_Online-Shops_betreffen\" title=\"Gesetze, die alle Aspekte von Online-Shops betreffen\">Gesetze, die alle Aspekte von Online-Shops betreffen<\/a><ul class='ez-toc-list-level-3'><li class='ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/monolith.law\/de\/it\/onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation\/#Japanisches_Gesetz_uber_die_Darstellung_von_Pramien_Gesetz_uber_die_Darstellung_von_Pramien\" title=\"Japanisches Gesetz \u00fcber die Darstellung von Pr\u00e4mien (Gesetz \u00fcber die Darstellung von Pr\u00e4mien)\">Japanisches Gesetz \u00fcber die Darstellung von Pr\u00e4mien (Gesetz \u00fcber die Darstellung von Pr\u00e4mien)<\/a><ul class='ez-toc-list-level-4'><li class='ez-toc-heading-level-4'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/monolith.law\/de\/it\/onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation\/#Irrefuhrende_Darstellung_von_Qualitat\" title=\"Irref\u00fchrende Darstellung von Qualit\u00e4t\">Irref\u00fchrende Darstellung von Qualit\u00e4t<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-4'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/monolith.law\/de\/it\/onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation\/#Irrefuhrende_Darstellung_von_Vorteilen\" title=\"Irref\u00fchrende Darstellung von Vorteilen\">Irref\u00fchrende Darstellung von Vorteilen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-4'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-5\" href=\"https:\/\/monolith.law\/de\/it\/onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation\/#Andere_potenziell_irrefuhrende_Darstellungen\" title=\"Andere potenziell irref\u00fchrende Darstellungen\">Andere potenziell irref\u00fchrende Darstellungen<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-6\" href=\"https:\/\/monolith.law\/de\/it\/onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation\/#Elektronisches_Vertragsrecht_offizieller_Name_Gesetz_uber_Sonderfalle_des_Zivilrechts_in_Bezug_auf_elektronische_Verbrauchervertrage_und_elektronische_Zustimmungsbenachrichtigungen\" title=\"Elektronisches Vertragsrecht (offizieller Name: Gesetz \u00fcber Sonderf\u00e4lle des Zivilrechts in Bezug auf elektronische Verbrauchervertr\u00e4ge und elektronische Zustimmungsbenachrichtigungen)\">Elektronisches Vertragsrecht (offizieller Name: Gesetz \u00fcber Sonderf\u00e4lle des Zivilrechts in Bezug auf elektronische Verbrauchervertr\u00e4ge und elektronische Zustimmungsbenachrichtigungen)<\/a><ul class='ez-toc-list-level-4'><li class='ez-toc-heading-level-4'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-7\" href=\"https:\/\/monolith.law\/de\/it\/onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation\/#Rettung_von_Bedienungsfehlern_von_Verbrauchern_im_elektronischen_Handel_usw\" title=\"Rettung von Bedienungsfehlern von Verbrauchern im elektronischen Handel usw.\">Rettung von Bedienungsfehlern von Verbrauchern im elektronischen Handel usw.<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-4'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-8\" href=\"https:\/\/monolith.law\/de\/it\/onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation\/#Anderung_des_Zeitpunkts_des_Vertragsabschlusses\" title=\"\u00c4nderung des Zeitpunkts des Vertragsabschlusses\">\u00c4nderung des Zeitpunkts des Vertragsabschlusses<\/a><\/li><\/ul><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-9\" href=\"https:\/\/monolith.law\/de\/it\/onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation\/#Zusammenfassung\" title=\"Zusammenfassung\">Zusammenfassung<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-10\" href=\"https:\/\/monolith.law\/de\/it\/onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation\/#Masnahmen_unserer_Kanzlei\" title=\"Ma\u00dfnahmen unserer Kanzlei\">Ma\u00dfnahmen unserer Kanzlei<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Gesetze_die_alle_Aspekte_von_Online-Shops_betreffen\"><\/span>Gesetze, die alle Aspekte von Online-Shops betreffen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Japanisches_Gesetz_uber_die_Darstellung_von_Pramien_Gesetz_uber_die_Darstellung_von_Pramien\"><\/span>Japanisches Gesetz \u00fcber die Darstellung von Pr\u00e4mien (Gesetz \u00fcber die Darstellung von Pr\u00e4mien)<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n\n\n\n<p>Das japanische Gesetz \u00fcber die Darstellung von Pr\u00e4mien regelt die falsche Darstellung von Waren- und Dienstleistungsqualit\u00e4t, Inhalt, Preis usw. und begrenzt den H\u00f6chstbetrag von Pr\u00e4mien, um \u00fcberm\u00e4\u00dfige Angebote zu verhindern. Dieses Gesetz soll sicherstellen, dass Verbraucher in der Lage sind, Produkte und Dienstleistungen selbstst\u00e4ndig und rational auszuw\u00e4hlen. Unternehmen, die ein BtoC-Gesch\u00e4ft betreiben, sollten dieses Gesetz besonders beachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Qualit\u00e4t und Preis sind wichtige Kriterien f\u00fcr Verbraucher bei der Auswahl von Produkten und Dienstleistungen. Daher ist es von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung, dass diese Informationen korrekt und verst\u00e4ndlich dargestellt werden. Wenn jedoch die Qualit\u00e4t und der Preis von Produkten und Dienstleistungen wesentlich besser oder vorteilhafter dargestellt werden als sie tats\u00e4chlich sind, wird die angemessene Auswahl der Verbraucher behindert. Aus diesem Grund verbietet das japanische Gesetz \u00fcber die Darstellung von Pr\u00e4mien irref\u00fchrende Darstellungen (unfaire Darstellungen), die den Verbrauchern eine wesentlich bessere oder vorteilhaftere Qualit\u00e4t oder Preis suggerieren. Auch wenn der Anbieter nicht vors\u00e4tzlich oder fahrl\u00e4ssig gehandelt hat, k\u00f6nnen Ma\u00dfnahmen auf der Grundlage des japanischen Gesetzes \u00fcber die Darstellung von Pr\u00e4mien ergriffen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Unfaire Darstellungen k\u00f6nnen grob in drei Kategorien unterteilt werden: &#8220;Irref\u00fchrende Darstellung von Qualit\u00e4t&#8221;, &#8220;Irref\u00fchrende Darstellung von Vorteilen&#8221; und &#8220;Andere potenziell irref\u00fchrende Darstellungen&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Irrefuhrende_Darstellung_von_Qualitat\"><\/span>Irref\u00fchrende Darstellung von Qualit\u00e4t<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>Es ist verboten, die Qualit\u00e4t, Standards usw. von Produkten oder Dienstleistungen so darzustellen, dass sie den Verbrauchern wesentlich besser erscheinen als die von Wettbewerbern, obwohl sie tats\u00e4chlich nicht den Tatsachen entsprechen. Ein Beispiel daf\u00fcr w\u00e4re die Darstellung von Rindfleisch als &#8220;Fleisch von ber\u00fchmten japanischen Rinderrassen&#8221;, obwohl es sich tats\u00e4chlich um Rindfleisch aus Japan handelt, das nicht von einer ber\u00fchmten Rasse stammt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die japanische Verbraucherschutzbeh\u00f6rde kann von Unternehmen, bei denen der Verdacht auf irref\u00fchrende Darstellungen hinsichtlich der Wirksamkeit oder Leistung von Produkten oder Dienstleistungen besteht, die Vorlage von Unterlagen verlangen, die eine vern\u00fcnftige Grundlage f\u00fcr die Darstellung liefern. Wenn solche Unterlagen nicht vorgelegt werden, wird die Darstellung als unfair angesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispielsweise wird die Darstellung, dass man durch den Verzehr von Di\u00e4tprodukten abnehmen kann, ohne die Ern\u00e4hrung einzuschr\u00e4nken, obwohl es keine Unterlagen gibt, die eine vern\u00fcnftige Grundlage f\u00fcr diese Darstellung liefern, als &#8220;Regulierung von nicht nachgewiesener Werbung&#8221; bezeichnet und ist verboten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Irrefuhrende_Darstellung_von_Vorteilen\"><\/span>Irref\u00fchrende Darstellung von Vorteilen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>Das japanische Gesetz \u00fcber die Darstellung von Pr\u00e4mien verbietet die Darstellung von Handelsbedingungen als wesentlich vorteilhafter, z.B. durch das Vort\u00e4uschen eines wesentlich niedrigeren Preises. Dies gilt beispielsweise, wenn ein Produkt mit dem gleichen Inhalt wie ein Konkurrenzprodukt als &#8220;doppelter Inhalt im Vergleich zu Konkurrenzprodukten&#8221; dargestellt wird. Auch die irref\u00fchrende Darstellung von Doppelpreisen, wie z.B. &#8220;20% Rabatt auf den Normalpreis&#8221;, obwohl ein solcher Preis nie festgelegt wurde, ist verboten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/monolith.law\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-37160\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Andere_potenziell_irrefuhrende_Darstellungen\"><\/span>Andere potenziell irref\u00fchrende Darstellungen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>Nach dem japanischen Gesetz \u00fcber die Darstellung von Pr\u00e4mien d\u00fcrfen Unternehmen keine Darstellungen machen, die bei den Verbrauchern zu Missverst\u00e4ndnissen \u00fcber die Handelsbedingungen ihrer Produkte oder Dienstleistungen f\u00fchren k\u00f6nnten, abgesehen von irref\u00fchrenden Darstellungen von Qualit\u00e4t und Vorteilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die japanische Fair Trade Commission hat sechs Bekanntmachungen zu Themen wie &#8220;unfaire Darstellung des Ursprungslandes von Produkten&#8221; und &#8220;unfaire Darstellung von Lockvogelwerbung&#8221; erlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das japanische Gesetz \u00fcber die Darstellung von Pr\u00e4mien verbietet auch die Bereitstellung von \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Pr\u00e4mien.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispielsweise ist bei &#8220;allgemeinen Gewinnspielen&#8221;, bei denen Pr\u00e4mien aufgrund von Zuf\u00e4lligkeiten oder der Qualit\u00e4t bestimmter Handlungen an die Nutzer von Produkten oder Dienstleistungen vergeben werden, der H\u00f6chstbetrag auf 100.000 Yen und der Gesamtbetrag auf 2% des erwarteten Gesamtumsatzes aus dem Gewinnspiel begrenzt, wenn der Transaktionswert durch das Gewinnspiel 5.000 Yen oder mehr betr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/monolith.law\/corporate\/display-double-law-point\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/monolith.law\/corporate\/display-double-law-point[ja]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Elektronisches_Vertragsrecht_offizieller_Name_Gesetz_uber_Sonderfalle_des_Zivilrechts_in_Bezug_auf_elektronische_Verbrauchervertrage_und_elektronische_Zustimmungsbenachrichtigungen\"><\/span>Elektronisches Vertragsrecht (offizieller Name: Gesetz \u00fcber Sonderf\u00e4lle des Zivilrechts in Bezug auf elektronische Verbrauchervertr\u00e4ge und elektronische Zustimmungsbenachrichtigungen)<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n\n\n\n<p>Der offizielle Name des Elektronischen Vertragsrechts ist &#8220;Gesetz \u00fcber Sonderf\u00e4lle des Zivilrechts in Bezug auf elektronische Verbrauchervertr\u00e4ge und elektronische Zustimmungsbenachrichtigungen&#8221;. Es handelt sich um ein Gesetz, das spezielle Regelungen f\u00fcr &#8220;Fehlerunwirksamkeit in elektronischen Verbrauchervertr\u00e4gen zur Rettung von Bedienungsfehlern w\u00e4hrend des Online-Shoppings&#8221; und die Definition des Zeitpunkts, zu dem ein Vertrag als abgeschlossen gilt, in &#8220;Kl\u00e4rung des Zeitpunkts des Vertragsabschlusses im elektronischen Handel (Umstellung von der Sendetheorie zur Empfangstheorie)&#8221; festlegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Elektronische Vertragsrecht besteht aus zwei Teilen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Rettung_von_Bedienungsfehlern_von_Verbrauchern_im_elektronischen_Handel_usw\"><\/span>Rettung von Bedienungsfehlern von Verbrauchern im elektronischen Handel usw.<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>Bei elektronischen Vertr\u00e4gen im sogenannten BtoC (Business-to-Consumer) Gesch\u00e4ft, wie z.B. beim Online-Shopping, kann es vorkommen, dass der Verbraucher aufgrund eines Bedienungsfehlers versehentlich ein Produkt oder eine Dienstleistung bestellt, die er urspr\u00fcnglich nicht beabsichtigt hatte. Zum Beispiel k\u00f6nnte es passieren, dass man beim Online-Shopping versehentlich 11 Artikel bestellt, obwohl man nur einen bestellen wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Fall k\u00f6nnte der Verbraucher Artikel 95 des Zivilgesetzbuches, der den &#8220;Fehler&#8221; regelt, nutzen und gegen\u00fcber dem Shop die Unwirksamkeit des Vertrages geltend machen (Behauptung der Fehlerunwirksamkeit des Vertrages).<\/p>\n\n\n\n<p>Jedoch k\u00f6nnte es nach Artikel 95 des Zivilgesetzbuches vorkommen, dass der Unternehmer behauptet, dass der Bedienungsfehler des Verbrauchers ein grobes Verschulden darstellt und der Vertrag daher wirksam zustande gekommen ist (Behauptung, dass die Fehlerunwirksamkeit ein &#8220;grobes Verschulden&#8221; darstellt).<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zivilrecht gab es viele F\u00e4lle, in denen es zu Streitigkeiten zwischen Unternehmern und Verbrauchern dar\u00fcber kam, ob ein &#8220;grobes Verschulden&#8221; vorlag. Mit der Einf\u00fchrung des Elektronischen Vertragsrechts wurden jedoch die Bedienungsfehler der Verbraucher gerettet.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein konkretes Beispiel w\u00e4re, wenn der Unternehmer beim Bestellen in einem Online-Shop keine Seite zur Verf\u00fcgung stellt, auf der der Verbraucher die Bestelldetails, wie z.B. den Produktnamen, die Anzahl und den Gesamtpreis, endg\u00fcltig \u00fcberpr\u00fcfen kann. In diesem Fall wird die fehlerhafte Bestellung des Verbrauchers aufgrund eines Bedienungsfehlers als unwirksam angesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn beispielsweise unmittelbar nach dem Dr\u00fccken des Wiedergabeknopfes eines Videos ein Bildschirm mit der Meldung &#8220;Mitgliedschaft abgeschlossen&#8221; angezeigt wird und es einen Hinweis gibt, dass &#8220;wenn Sie den Wiedergabeknopf des Videos dr\u00fccken, wird davon ausgegangen, dass Sie den Nutzungsbedingungen zugestimmt haben&#8221;, und der Verbraucher von der betreffenden Website zur Zahlung aufgefordert wird, ist der Vertrag unwirksam, wenn der Unternehmer die Nutzungsbedingungen oder den Vertragsinhalt nicht im Voraus klar darstellt. Der Nutzer kann dann behaupten, dass er keine Verpflichtung zur Zahlung der Nutzungsgeb\u00fchr hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Einf\u00fchrung des Elektronischen Vertragsrechts ist es nun m\u00f6glich, ungewollte Vertr\u00e4ge von Verbraucherseite zu vermeiden. Nat\u00fcrlich ist es auch notwendig, dass die Verbraucher sorgf\u00e4ltig pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/monolith.law\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-37162\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Anderung_des_Zeitpunkts_des_Vertragsabschlusses\"><\/span>\u00c4nderung des Zeitpunkts des Vertragsabschlusses<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>Bei normalen Vertr\u00e4gen ist der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses der Moment, in dem die &#8220;Bewerbung&#8221; abgesendet wird. Wenn man das Online-Shopping als Beispiel nimmt, kommt der Kaufvertrag zustande, sobald der Verbraucher den &#8220;Bestellen&#8221;-Knopf dr\u00fcckt und die Benachrichtigung nach der endg\u00fcltigen \u00dcberpr\u00fcfung der Bewerbungsinhalte abgesendet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesem Zeitpunkt kommt der Vertrag auch dann zustande, wenn die Benachrichtigung aufgrund eines Kommunikationsfehlers oder \u00e4hnlichem nicht beim Bewerber ankommt, nachdem der Knopf gedr\u00fcckt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Elektronischen Vertragsrecht hingegen kommt der Vertrag erst zustande, wenn der Unternehmer den Inhalt \u00fcberpr\u00fcft hat und die Benachrichtigung \u00fcber die Annahme der Bestellung beim Verbraucher, dem Bewerber, eingegangen ist. Zum Beispiel, wenn es sich um eine E-Mail handelt, kommt der Vertrag zustande, sobald die E-Mail-Informationen auf dem E-Mail-Server aufgezeichnet sind und der Verbraucher sie \u00fcberpr\u00fcfen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet, dass der Vertrag nicht zum Zeitpunkt des \u00d6ffnens der E-Mail, sondern zum Zeitpunkt, an dem die E-Mail im Posteingang ankommt und ge\u00f6ffnet werden kann, als abgeschlossen gilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die klare Definition des Zeitpunkts des Vertragsabschlusses im Elektronischen Vertragsrecht sind die Nutzer vor einseitigen Vertr\u00e4gen gesch\u00fctzt, die als abgeschlossen gelten, weil sie beispielsweise auf eine in einer Website oder E-Mail angegebene URL geklickt haben, wie es bei &#8220;One-Click-Betrug&#8221; der Fall ist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/monolith.law\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/onlineshop-act-against-unjustifiable-premiums-misleading-representation-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-37161\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Zusammenfassung\"><\/span>Zusammenfassung<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>In diesem Artikel haben wir das &#8220;Gesetz \u00fcber die Anzeige von Preisen und Leistungen&#8221; (japanisches Preisangabengesetz) und das &#8220;Gesetz \u00fcber elektronische Vertr\u00e4ge&#8221; (japanisches Elektronisches Vertragsrecht) erl\u00e4utert, die als &#8220;Gesetze, die alle Aspekte von Online-Shops betreffen&#8221;, gelten.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut den aktualisierten Daten des unabh\u00e4ngigen Verwaltungsorgans &#8220;Nationales Zentrum f\u00fcr Lebensqualit\u00e4t&#8221; (japanisches National Life Center) vom 21. Mai 2021 gab es im Jahr 2020 (Reiwa 2) etwa 260.000 Beratungsanfragen in Bezug auf den Internet-Handel (ohne Beratungsanfragen, die \u00fcber Verbraucherzentren und \u00e4hnliche Einrichtungen eingegangen sind). Da die meisten dieser Anfragen mit den beiden hier erl\u00e4uterten Gesetzen zusammenh\u00e4ngen, ist es wichtig, diese zu beachten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Masnahmen_unserer_Kanzlei\"><\/span>Ma\u00dfnahmen unserer Kanzlei<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Monolith Rechtsanwaltskanzlei ist eine Kanzlei mit hoher Fachkompetenz in IT, insbesondere Internet und Recht. In den letzten Jahren ist Online-Shopping zu einem unverzichtbaren Teil unseres Lebens geworden, und die Notwendigkeit von rechtlichen \u00dcberpr\u00fcfungen nimmt immer mehr zu. Unsere Kanzlei bietet L\u00f6sungen im Zusammenhang mit Online-Shopping an. Details finden Sie im folgenden Artikel.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/monolith.law\/practices\/corporate\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/monolith.law\/practices\/corporate[ja]<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Online-Shopping ist mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Nicht nur der Kauf, sondern auch die Er\u00f6ffnung eines eigenen Online-Shops ist f\u00fcr jeden problemlos m\u00f6glich. 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